Heringsessen in der Adelskammer

    Wege verbinden - gemeinsam mit Lichtenberg die Zukunft meistern!

    Fischessen in der Adelskammer

    20.07.2011, Bürgerstammtisch: "Energiewende weiter voranbringen!"

    Regionalplan "Windenergie" im Focus

    Einmal mehr zeigte sich beim jüngsten Bürgerstammtisch, welche Anziehungskraft dieses politische Gesprächsforum der Bad Stebener CSU seit Jahren hat. Vorsitzender Christian Wages freute sich über rund 60 Teilnehmer, die sich in „Thommy´s Biergarten in Obersteben eingefunden hatten, um sich über die Fortschreibung des Regionalplans Oberfranken-Ost zu informieren sowie über die künftige Entwicklung vor Ort zu sprechen. Als Hauptredner hatte die CSU diesmal den Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, der gleichzeitig Vorsitzender des Regionalen Planungsverbandes ist, geladen. Fichtner erläuterte den Anwesenden die Grundzüge der Planung, welche den Ausbau der Windenergie in unserer Region sicherstellen und diese gewünschte Entwicklung in geordnete Bahnen lenken soll. Nach intensiven Vorarbeiten befinde sich nun ein Änderungsentwurf im öffentlichen Anhörungsverfahren, der für das Planungsgebiet über 4.200 ha an Vorrangflächen für die Windenergie vorsieht, wovon allein auf den Landkreis Hof rd. 1.600 ha entfallen. Damit nehme die Region eine Spitzenstellung in Bayern ein. Ziel sei es, die Anlagen an geeigneten Standorten zu konzentrieren, um die Belastungen für Bevölkerung und Landschaft so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund sei auch die Errichtung von Einzelanlagen nicht gewollt um eine „Verspargelung“ der Landschaft zu verhindern. In seinen Ausführungen zur Vorgehensweise vor Ort erläuterte Bürgermeister Bert Horn, dass sich der Marktgemeinderat intensiv mit der Materie beschäftigt habe. So habe man sich auch externe Informationen in die Ratssitzung geholt und den zuständigen Vertreter der Regierung von Oberfranken zur Thematik befragt. Ein Ortstermin auf dem Grundstück des Bund Naturschutz habe ebenso stattgefunden. Im Ergebnis habe sich der Marktgemeinderat eindeutig für den Ausbau der Windenergienutzung auf der Basis der Festlegungen des neuen Regionalplans ausgesprochen.In der sich anschließenden Diskussion wurden weitere Fragen zum Planungsverfahren gestellt und auch über einen Windradstandort in Obersteben gesprochen. In einer Vielzahl von Wortmeldungen wurde das breite und sehr unterschiedliche Meinungsbild innerhalb der Bevölkerung deutlich. So sprach sich Wolfgang Müller für einen konsequenten Vollzug der Energiewende aus und Reiner Schrepfer beklagte, dass es durch die Festsetzungen des Regionalplans quasi zur „Enteignung“ mancher Grundstückseigentümer komme, da nicht auf allen windhöffigen Flächen Windenergieanlagen errichtet werden können. Wolfgang Degelmann vom Bund Naturschutz erläuterte in welcher Form die Einheimischen bei dem Modell des Bürgerwindrades partizipieren und profitieren können und Sebastian Roth hinterfragte, ob es einen  Unterschied für die Beteiligten gäbe, wenn das Bürgerwindrad in einem Vorranggebiet an der Autobahn stehe. In einem leidenschaftlichen Plädoyer sprach sich Volkhard Spindler dafür aus die Energiewende nicht nur in Oberfranken zu vollziehen sondern forderte auch in Südbayern einen deutlichen Ausbau der Windkraftnutzung. Und während sich Helmut Hagen eindeutig für einen Windradstandort in Obersteben aussprach bewertete Katja Egelkraut einen solchen Standort als äußerst kritisch. Ingo Große wies darauf hin, dass auch eine Besitzergemeinschaft beim Betrieb eines Windrades Unternehmerfunktion habe und – dies zeigte die Erfahrung – auch erforderliche Kapitalnachschüsse nicht ausgeschlossen werden können. Im Übrigen bewertete er die Entstehung von Windenergiestandorten in der Nähe zu einem Tourismus- und Gesundheitsort als nicht sinnvoll. Die Arbeit der der vielen kleinen Vermiet-Betriebe werde dadurch gefährdet.In seinem Schlusswort unterstrich Dr. Fichtner nochmals die Bedeutung der Regionalplanung sowie die Notwendigkeit, diese Thematik nicht auf Ortsebene sondern im Konsens mit der gesamten Region zu regeln. Nur so könne man den Vorgaben zur Energiewende einerseits und den oft sehr verschiedenen Interessenslagen in den einzelnen Bereichen andererseits am bestem gerecht werden.. 
       
    Zurück zur News Liste

    Projekt "Sonnengarten"

    Marktgemeinderat macht Weg für Zukunftsprojekt frei!

    Ein großes Vorhaben für Bad Steben stellt das Projekt "Sonnengarten" dar, für das die Marktgemeinde ein Raumordnungsverfahren durchgeführt hat. Dieses Gesundheits- und Tourismusprojekt sieht auf einem Areal von rd. 80.000 m² die Schaffung eines Behandlungs- Konferenz und Urlaubszentrums vor, welches durch die geplante Zusammenarbeit mit Hochschulen Modellcharakter in Deutschland haben wird. 100 Ferienappartments, der größte Heilpflanzengarten Europas, ein Konferenzcentrum mit 1000 Sitzplätzen und eine Therapieeinrichtung gehören zu diesem Projekt, das mit seinem derzeit veranschlagten Investitionsvolumen von 60 Mio. Euro die größte Einzelbaumaßnahme in der Geschichte Bad Stebens darstellt! Darüber hinaus werden die erwarteten 100 Arbeitsplätze der unterschiedlichsten Qualifaktionsstufen den Arbeitsmarkt der Region stabilisieren und die Kaufkraft vor Ort stärken. Der Marktgemeinderat hat grünes Licht für ein geradezu visionären Projekt gegeben, das die Entwicklung Bad Stebens dauerhaft positiv beeinflussen kann.